Truksvalin
Seit Urzeiten leben die Kennin genannten Zwerge im Hügel neben dem Bauernhof. Eines Tages aber bauen die Menschen eine Straße, und die Kennin müssen flüchten. Für das Volk der kleinen Leute beginnt ein abenteuerlicher Exodus nach Norden in das ferne Land Truksvalin, durch Proben und Gefahren hindurch bis zur Entscheidungsschlacht am Armanagh.

Lapis Excellis warf Humanus Kreuzhard von Rosenhügel einen vielsagenden Blick zu. Dieser verstand: »Ich habe auch schon an die Möglichkeit gedacht fortzuziehen. Und ich weiß auch schon, wohin wir ziehen können. Wie die Dinge liegen, gibt es nur eine Möglichkeit: in den hohen Norden, in das sagenumwobene Land Truksvalin, dorthin, woher unser Geschlecht stammt.«
Er zog eine Landkarte aus seinem Leinensack und breitete sie auf der Steinplatte in der Mitte des Versammlungsplatzes aus. Jeder der Sieben nahm eine Pechfackel von der Felswand und suchte einen geeigneten Platz, um die Karte besser sehen zu können.
Lapis Excellis erläuterte: »Seht! Dort liegt Truksvalin, das Ziel unserer Wanderung.« Er deutete mit einem Finger auf eine Stelle rechts oben, und seine Augen funkelten dabei in der Dunkelheit.
»Truksvalin ... «, frug Laurin nachdenklich, »warum ausgerechnet Truksvalin?«
Die Dichterin Hilde Domin (1909-2006) hat die Entstehung des Romans »Truksvalin« intensiv begleitet und den befreundeten Autor immer wieder aufgefordert, ihn zu Ende zu schreiben. In einigen Teilen des ersten Bandes hat Hilde Domin eine lektorierende Bearbeitung des Manuskripts vorgenommen, das sie mit den Worten lobte: »Es ist viel Poesie darin«.
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